Am 27. Januar hat Westfalia beim Amtsgericht Bielefeld Insolvenzantrag gestellt. Grund ist die dramatische Wirtschaftskrise, in deren Folge der Auftragseingang um bis zu 70 Prozent eingebrochen war. Wir wollen nun das Insolvenzverfahren nutzen, um das Unternehmen grundlegend zu sanieren.
Mit der Rückendeckung der wichtigen Partner und Lieferanten sieht sich das Unternehmen auf gutem Sanierungskurs.
Die Autohersteller haben sowohl die Lieferung der Basisfahrzeuge als auch die Abnahme der fertigen Modelle zugesagt. Die Unterstützung der Partner zeige das Vertrauen der Hersteller in die Zukunft des Unternehmens und der Marke Westfalia, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter, Rainer Eckert.
“Hierzu zählt auch, dass Entwicklungspartnerschaften, wie sie beispielsweise mit Fiat bestehen, wie geplant fortgeführt werden”, sagte Eckert.
In wenigen Monaten solle ein neues Westfalia-Modell auf Basis des Fiat Ducato auf den Markt kommen. Die Produktion läuft in vollem Umfang weiter. Der Auftragseingang halte sich nach dem Einbruch im ersten Halbjahr 2009 inzwischen auf einem konstanten Niveau. Zugleich habe die Suche nach einem Investor begonnen.
Das Traditionsunternehmen Westfalia zählt zu den führenden Reisemobil-Herstellern Europas. Seit Jahren werden die beliebten Wohnmobile von Westfalia auch über erento vermietet.


